Wer gestern die Veröffentlichung des Apple Quartalsergebnis (Okt. bis Dez. 2011) miterlebt hat, dem verschlug es fast die Sprache. Hier nochmal die atemraubenden Zahlen im Überblick:
Umsatz: $46,3 Mrd. +73% zum Vorjahresquartal.
Reingewinn: $13,06 Mrd. mehr als verdoppelt zum VQ.
Verkaufsschlager waren allen voran - wen wunderts - das iPhone und IPad. Sein Smartphone konnte #AAPL in den drei Monaten sage und schreibe 37 Millionen mal unter die Leute bringen.
Apple sitzt mittlerweile auf einem Berg voll Geld. Um genau zu sein: 97 Mrd. Dollar. Market Cap aktuell 416 Mrd. Damit ist Apple mehr wert als "Österreich". Die Truppe aus Cupertino verdiente im Weihnachtsquartal 3 Mrd. mehr, als Google im gleichen Zeitraum umsetzt, und 3,5 mal soviel, wie Old Economy Krösus Siemens im ganzen Jahr erwirtschaftet.
Ich frage mich grade, wer hier so unglaublich ist: Apple, weil es sentsationelle Produkte hervorbringt und sein Image clever pflegt? Oder sind es die ganzen iPhone und Tablet Junkies dieser Tage? Wahrscheinlich machts die Mischung. Bemerkennswert ist es allemal und ein gutes Investment war die Firma während der letzten zehn Jahre natürlich ebenso. Allerdings weniger für Dividenen-Liebhaber. Wen interessiert die aber schon, bei diesem Raketenstart von Kursverlauf.
Wie es mit dem Unternehmen ohne seinen Zauberer Jobs weitergehen wird, ist schwer zu beurteilen. Immerhin sehen in einigen Umfragen etwa ein Drittel der Befragten das jetzige Quartalsergebnis als letztes Aufbäumen vor dem Niedergang an. Eines kann aber ziemlich sicher prophezeit werden: Viel höher wird auch Apple die Messlatte in Zukunft nicht mehr legen können.
Ingmar Folk interessiert sich bereits seit seiner Zeit in der Oberstufe eines Wirtschaftsgymnasiums für die volkswirtschaftichen Zusammenhänge. Das Interesse für die Börse war schon frühzeitig latent vorhanden. Richtig bewußt wurde es dem Autor aber erst, nachdem er im Jahr 1998 mehrere Tagessiege bei der damals erstmals veranstalteten WM-Börse zur Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich einfahren konnte. Seine ersten Echtgeld-"Trades" in Einzelaktien tätigte er aber erst einige Zeit später. Den Entschluß Profitrader zu werden, fällte er im Jahr 2004. Seit dem Jahr 2008 handelt er professionell als selbständiger Trader. Bei seinem Handelsansatz stehen die Eurex-Märkte im Vordergrund - allen voran der Bund-Future.
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